Das Harzer Kiezfest hat sich seit seiner Entstehung im Jahr 2014 zu einer festen Institution im Neuköllner Sozialraum entwickelt. Das Netzwerk „Harzer Ecken“ - bestehend aus lokal ansässigen Bildungs- und sozialen Trägern sowie sozial engagierter Wirtschaft – organisierte bereits 2013 erste Aktionen wie den Kiezputz und richtete im darauf folgenden Jahr das erste Kiezfest aus, um Nachbar:innen zusammenzubringen und die positive Identifikation mit dem Harzer Kiez zu stärken.

 

Durch Förderung über „Aktionsraum Neukölln-Nord / Netzwerkfonds“ wurde in 2015 die Funktion der Bildungskoordinatorin im Kiez geschaffen, unter deren Leitung die „Harzer Ecken“ mit dem zweiten ansässigen Bildungsnetzwerk „Anschwung für Frühe Chancen“ zusammengeführt wurden. Das neugeschaffene Netzwerk hieß „Harzer Schwung“ und besteht in dieser Form bis heute. Mit der Bildungskoordinatorin gab es von 2015 bis 2019 eine Hauptverantwortliche für das Kiezfest, die zusammen mit der Kiezfest-AG des Harzer Schwungs das Kiezfest organisierte und kontinuierlich weiterentwickelte. 

 

Mit Ausnahme der COVID-Jahre wurde das Kiezfest jährlich fortgeführt und erreichte im Jahr 2024 seine 9. Ausgabe. Heute ist es weit mehr als nur ein Straßenfest: Es ist eine Plattform für kulturelle Vielfalt, Teilhabe und lokale Sichtbarkeit.

Seit 2022 wird das Kiezfest über das in 2021 neugeschaffene Quartiersmanagement Harzer Straße (QM) im Rahmen des Projekts „Harzer Kiezfeste“ finanziert. Für die Jahre 2025 bis 2027 ist die Roho UG Träger des Projekts.

 

Was als kleines Nachbarschaftsfest begann, ist heute ein bedeutendes Stadtteilfest, das Menschen aller Generationen, Kulturen und Lebenslagen zusammenbringt – offen, lebendig und engagiert.

 

Das QM Harzer Kiez ist Teil des Berliner Quartiersmanagement-Programms, das seit 1999 vom Bund, Land und Bezirk gefördert wird. Mit einem engagierten Vor-Ort-Team in der Treptower Straße 23 setzt es sich dafür ein, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, die Beteiligung der Bewohnerschaft zu fördern und die Identifikation mit dem Kiez zu steigern – insbesondere in einem Gebiet mit sehr unterschiedlichen Bevölkerungsstrukturen. Anwohnende können eigene Ideen einbringen, Fördermittel beantragen und aktiv an der Weiterentwicklung ihres Quartiers mitwirken.

Die Kiezfest-AG ist ein engagiertes Bündnis aus lokalen Akteur:innen, das soziale Verantwortung, Bildung und lokales Unternehmertum vereint – gemeinsam setzen sich ihre zentralen Mitglieder für ein lebendiges, inklusives Nachbarschaftsleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Harzer Kiez ein.

 

KUBUS gGmbH - ein erfahrener Träger im Bereich Beschäftigungsförderung, Jugendhilfe und interkultureller Projekte.

 

Hans-Fallada-Schule - eine Schule mit Grund- und Förderstufen, die aktiv in der Nachbarschaftsarbeit und Bildungsnetzwerken mitwirkt.

 

Tandem BTL - ein freier Träger der Sozialwirtschaft, der sich für Teilhabe, Befähigung und Lebensqualität in Berlin engagiert.


Nahkauf Lind - ein lokal verankerter Supermarkt, der soziale Initiativen im Kiez durch praktische Unterstützung und Mitorganisation des Kiezfests begleitet.

 

Roho ist ein junger Träger aus dem Kiez mit Erfahrung im Kulturbereich, in der Produktion von Kunstfestivals und Workshops.

 

Das Harzer Kiezfest wird durch die Förderung im Rahmen des Berliner Quartiersmanagement-Programms – getragen von Bund, Land und Bezirk – ermöglicht. Wir sind dankbar für diese Unterstützung, die das Fest in seiner heutigen Form überhaupt erst ermöglicht.